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0707

Wasseraufbereitung

 

Grundsätze zur Schwimmbadwasserpflege


„Das Schwimmbadwasser lebt“ – denn es ist jeden Tag den unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt: Zwangsläufig geraten anorganische und organische Stoffe durch den Badegast, die Natur und die Umwelt ins Wasser. Tun Sie nichts dagegen, wird Ihr Wasser in kurzer Zeit zum trüben Feuchtbiotop, denn unbehandeltes Schwimmbadwasser ist ein ideales Medium für Bakterienund Algenwachstum.

 

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Wie schnell sogar aus einem guten Leitungswasser eine bakterienbelastete „Brühe” werden kann, können Sie in einem kleinen Experiment selbst feststellen:


Füllen Sie einen Eimer mit Leitungswasser und lassen Sie ihn ein paar Tage stehen. Wenn Sie nun in den Eimer fassen, bemerken Sie, dass sich die Wände glitschig anfühlen. Es handelt sich bei diesem glitschigen Belag um Bakterien, welche sich gebildet haben, weil das Wasser nicht desinfiziert wurde. Falls Sie den Eimer im Sonnenlicht stehen lassen, bemerken Sie zusätzlich noch eine Grünfärbung, es bilden sich Algen. Wenn Ihr Leitungswasser auch noch relativ hart ist, fällt Ihnen bald auf, dass die Wände des Eimers rauh geworden sind. Dabei handelt es sich um sogenannte Härteausfällungen; der im Wasser enthaltene Kalk hat sich an den Wänden in Form von Kristallen abgesetzt. Wenn Sie jetzt auch noch den pHWert des Eimerwassers messen und mit dem pH-Wert des Leitungswassers vergleichen, werden Sie feststellen, dass das Wasser im Eimer einen deutlich höheren pH-Wert aufweist als das Leitungswasser.

 

An diesem kleinen Experiment können Sie bereits erkennen, wie notwendig die Schwimmbadwasserpflege ist:

 

  • Wenn Sie nicht desinfizieren, bilden sich Bakterien
  • Wenn Sie nichts gegen Algenbildung unternehmen, ist ihr Wasser bald grün.
  • Wenn Sie nichts gegen Kalkausfällungen unternehmen, haben Sie rauhe Beckenwände.
  • Wenn Sie den pH-Wert nicht korrigieren, haben Sie bald einen
  • pH-Wert außerhalb des idealen Bereiches.
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Jeder Schwimmbadbesitzer, der nach der Befüllung des Beckens glaubt, dass nun ohne Pflegeschritte der Badespaß lange anhält, wird bereits nach einigen Tagen eines Besseren belehrt. Das im obigen Experiment geschilderte Szenario läuft dann im Beckenwasser ab, je wärmer das Wasser wird, um so schneller. Durch ein System physikalischer und chemischer Maßnahmen sind Sie aber in der glücklichen Lage, Ihr Beckenwasser über einen langen Zeitraum in hygienisch einwandfreiem Zustand, kristallklar sowie frei von unangenehmen Gerüchen zu halten. Dem ungetrübten Badespaß steht bei Beachtung der Hinweise dieser Broschüre nichts im Wege. Die moderne Palette von BAYROLPflegeprodukten ist dabei der Schlüssel zum perfekten Schwimmbadwasser.

 

 
Die physikalische Wasseraufbereitung


Bei einer guten Durchströmung des Beckens werden die meisten größeren Schmutzpartikel vom Filter zurückgehalten. Generell empfehlen wir, die Filterpumpe so lange in Betrieb zu lassen, dass das gesamte Wasservolumen mindestens 2-3 Mal pro Tag umgewälzt wird. In der Regel entspricht dies einer Filterlaufzeit von 6-8 Stunden pro Tag. Verwenden Sie einen Sandfilter, muss jede Woche rückgespült werden. Dadurch wird Ihr Schwimmbadwasser auch mit Frischwasser erneuert. Was beim Sandfilter automatisch mit dem Rückspülen funktioniert, gilt auch für andere Filterarten. Diese müssen ebenfalls gereinigt werden und wöchentlich müssen mindestens 3 % des Wassers durch Frischwasser ersetzt werden. Fremdkörper, die sich trotzdem noch im Wasser befinden, werden entweder mittels eines Keschers manuell beseitigt oder sie werden mittels eines automatischen Bodensaugers abgesaugt.

 

Die chemische Wasseraufbereitung

 

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Die pH-Wert-Regulierung
 

Die pH-Wert-Regulierung ist Voraussetzung für die richtige Schwimmbadwasserpflege. Der pH-Wert des Wassers zeigt an, ob und wie stark sauer oder alkalisch das Wasser ist. Außerdem ist der pH-Wert eine wichtige Einflussgröße für die Wirksamkeit des eingesetzten Desinfektionsmittels. Der ideale pH-Wert für eine optimale Wasserpflege liegt zwischen 7,0 und 7,4. Je nach Wasserhärte und Temperatur kann der

pH-Wert jedoch stark schwanken und muss deshalb regelmäßig, d.h. mindestens einmal pro Woche überprüft werden. Das geschieht traditionell mit dem BAYROL Pool-Tester. Dabei wird eine Phenolrot-Tablette in einer Messküvette in Wasser aufgelöst und die entstehende Farbe mit der Farbskala verglichen. Weitaus bequemer geht es mit den Teststreifen QuickTest von BAYROL (siehe Seite 23), die pH-Wert-Messung wird damit zum Kinderspiel.

 

Ist der pH-Wert zu niedrig (d.h. zu sauer) bzw. zu hoch (d.h. zu alkalisch), können folgende Probleme auftreten:

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Eine regelmäßige pH-Wert-Regulierung hilft, weniger Pflegemittel zu verwenden, denn die Wirkung von Desinfektionsmitteln nimmt bei erhöhtem pHWert stark ab.

 

Ist der pH-Wert des Wassers zu hoch, (d.h. über 7,4), wird das Produkt „pH-Minus”, ein einfach zu handhabendes Säuregranulat zugegeben. Mit pH-Minus sinkt der pH-Wert allmählich ab. Ist der pH-Wert zu niedrig, wird „pH-Plus” hinzugefügt und der pH-Wert des Schwimmbadwassers wird dadurch erhöht. Besonders einfach ist die pH-Wert-Regulierung mit den praktischen 500 g-Dosierbeuteln. Eine Dosiertabelle auf der Beutelrückseite zeigt an, wie viele Beutel Sie bei Ihrem Beckenvolumen und dem vor der Zugabe gemessenen pH-Wert dosieren müssen. Damit ist Schluss mit dem komplizierten Berechnen von Dosiermengen.

 

 

Die Algenverhütung


Algen gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Unter den 10.000 Arten gibt es leider auch etliche, die sich in Schwimmbadwasser wohl fühlen. Algen sind pflanzliche Mikroorganismen, die unerwünschte organische Stoffe produzieren. Diese wiederum stellen einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze dar. Die Vermehrung und Verbreitung der Algen erfolgt über Sporen, die zusammen mit Staub in der Luft überall hingetragen werden und so in jedes Schwimmbecken, selbst in Hallenbecken gelangen. Grund genug, Algenwachstum zu verhindern. Gängige Desinfektionsmittel allein reichen zur Algenverhütung in der Regel nicht aus. Zudem können Algen gegen Chlor resistent werden, weil Chlor die Schleimhülle, v. a. bei größeren Algenkolonien nicht durchdringen kann.

 

Vorbeugen ist besser als heilen ! Eine rechtzeitige Prophylaxe mit Algenschutz stört die Stoffwechselvorgänge der Alge. Sie stirbt bzw. das Wachstum wird gehemmt. Ein ständiger, geringer Gehalt an Algenschutz im Wasser, der durch regelmäßige Nachdosierungen bestehen bleibt, hält das Becken zuverlässig frei von Algen.

 

 

Die Flockung


Die Filtrierung dient der Beseitigung von Partikeln und Trübstoffen. Ein Filter kann jedoch Trübungspartikel nur bis zu einer bestimmten Teilchengröße zurückhalten. Feinere Teilchen sind ohne zusätzliche Maßnahmen nicht mehr filtrierbar. Bei Sandfiltern können diese Schmutzpartikel durch einen Kunstgriff, der sogenannten Flockung zurückgehalten werden. Das Flockmittel wird vor dem Sandfilter zugegeben und bildet im Wasser flockenförmige Niederschläge, die feinste Schmutzteilchen einhüllen und zusätzlich weitere Partikel an der Flockenoberfläche binden. Die mit Schmutz beladenen Flocken sind nun so groß, dass sie vom Sandfilter vollständig zurückgehalten werden. Mit dem nächsten Rückspülen werden diese Schmutzstoffe dann aus dem Filter entfernt.

 

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Zusätzlich unterstützt eine gute Flockung die Kapazität des eingesetzten Desinfektionsmittels. Die Wasserqualität wird allgemein verbessert, und das Baden im kühlen Nass wird zum ungetrübten Spaß.